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Dein Zyklus: Die Menstruation

Und schon sind wir am Ende des Zyklus angekommen. Oder ist es der Anfang?


Bei einer zyklischen Betrachtung des Lebens und aller Vorgänge darin, gibt es kein wirkliches Ende und auch keinen wirklichen Anfang. Alles ist mehr oder weniger im Fluß unterwegs, in Übergängen miteinander verbunden. Natürlich fühlen sich manche Dinge, Situationen, Umstände klar nach einem Ende und/oder Beginn an. Es gibt Daten im Kalender, die es beweisen und mal ehrlich, es fühlt sich manchmal auch wirklich gut an, sagen zu können, dass etwas zu Ende ist. Oder beginnt.


Worauf dieser kurze Exkurs hinaus will, ist, dass es (auch) beim menstruellen Zyklus schwer zu sagen ist, wann er beginnt oder endet. Denn die Phasen bedingen sich gegenseitig; hormonelle Veränderungen, die wichtig für eine sind, werden schon sehr viel früher aktiviert. Vielleicht erinnerst Du Dich an den Blogartikel zum Eisprung? Damit wird die Menstruation schon eingeleitet (wenn keine Schwangerschaft beginnt). Verrückt, oder? Und gleichzeitig wunderschön. Alles ist verbunden.


Was genau passiert jetzt in der Zeit, die Menstruation genannt wird, aber auch Blutung, Tage, Periode, Mondzeit, rote Tante usw. (siehe Blogartikel dazu)? In der Lutealphase hat sich ja der Gelbkörper gebildet und Progesteron ohne Ende produziert. Wenn sich keine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat und das Leben einen ganz anderen Weg geht, dann stirbt dieser Gelbkörper ab. Dadurch wird die Gebärmutterschleimhaut nicht mehr unterstützt, der Körper beginnt, sie nach und nach abzustoßen, indem sich die Muskulatur der Gebärmutter ruckartig zusammenzieht. Es könnte auch, sehr zum Leidwesen vieler menstruierender Menschen, als "krampfartig" beschrieben werden. Was durch die Vagina fließt und durch die Vulva hinaus kommt, ist also vor allem Gebärmutterschleimhaut und nicht nur Blut (auch wenn es sich wie eine ganze Menge anfühlen und aussehen kann). Der plötzliche Abfall von Progesteron löst wiederum die Produktion von FSH (follikelstimulierendes Hormon) und sogar schon in kleinen Mengen LH (lutenisierendes Hormon) in der Hypophyse aus, was einen neuen Zyklus einläutet. Kreislauf, nicht wahr?


Warum sind viele Menschen während der Menstruation dann so erschöpft, so in sich zurückgezogen? Fassen wir noch mal die Hormonachterbahn zusammen: Progesteron sagt plötzlich ciao, Östrogen ist sowieso auf einem Tief, dann kommen FSH und LH dazu. Ein wichtiges Organ erneuert die komplette Inneneinrichtung, wodurch wir für mehrere Tage aus einer Körperöffnung bluten und zum Teil an heftigen Schmerzen leiden. Andere Symptome wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Übelkeit gibt es noch kostenlos dazu... Also... Kein Wunder, oder?


Und doch müssen Schmerzen und andere Beschwerden nicht dazu gehören. Es kursiert auf social media inzwischen oft das Statement, dass die Menstruation nicht schmerzhaft sein sollte. Ja. Das stimmt. Aber dennoch ist es die Realität der meisten menstruierenden Menschen und das lässt sich nicht weg reden oder manifestieren. Aber wir können einiges dafür tun, dass es eine angenehmere Zeit sein kann, vielleicht sogar schmerzfrei.


Und wie?


Es geht dabei ganz viel um Selbstachtsamkeit. Und obwohl es ein ausgelutschtes Wort ist, dass jeder selbsternannte healer (cringe!) Dir sofort als Allheilmittel an den Kopf klatscht und uns manchmal sogar in tiefere Schamgefühle stürzen kann, weil wir es nicht von jetzt auf gleich schaffen – (*einatmen) es stimmt bis zu einem gewissen Grad. Aber was heißt es genau? Was ich damit meine und womit ich mit menstruierenden Menschen arbeite, ist zunächst Zykluswissen, wie Du es in diesem Beitrag und in den letzten Wochen gelesen hast. Dieses Wissen eröffnet so viel Raum für Verständnis und was macht das? Erleichterung. Weil wir nicht spinnen und hysterisch und zu sensibel sind, sondern unser Sein sich auf krasse Weise monatlich anpassen muss. Wenn das erst mal integriert ist, dass wir NICHT über gleichbleibende Kapazitäten verfügen, dass wir NICHT emotional und mental linear sind, dass wir zyklisch sind und dadurch ganz automatisch über das Geheimnis von Aktion und Relaxation verfügen, durch die das Leben überhaupt erst entstehen konnte – dann können wir auch sehr viel sanfter mit uns selbst umgehen. Und was das an Entspannung bringen kann: Wow. Was wiederum (logischerweise) zu weniger Anspannung führt und das ist der Schlüssel zu weniger Schmerzen. Es ist wirklich erst einmal so einfach. Lerne Dich selbst so kennen, dass Du weißt, was Du brauchst, was Dein zyklisches Selbst braucht, um gesund und zufrieden zu sein. Welchen Weg Du dazu wählst, ist ganz Dir überlassen. Natürlich gibt es Optionen, die bei vielen funktionieren, wie zyklusgerechtes Yoga z.B., oder Selbstmassagetechniken, bestimmte Kräuter und Tees, Nahrungsumstellung und

-ergänzungen. Dein Zyklus, Deine Entscheidung.


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