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Der menstruelle Zyklus als Frühwarnsystem

Hast Du das schon mal gehört? Dass der, Dein menstrueller Zyklus als ein Frühwarnsystem fungiert und Du ihn so super für die Gelebte Zyklusachtsamkeit nutzen kannst?


Im Blogartikel aus der Zyklusreihe zur Menstruation bekam unter anderem ein Statement Raum, das momentan viel auf social media erwähnt wird: Menstruation sollte nicht schmerzhaft sein. Das kann auf den ganzen Zyklus ausgeweitet werden: Der menstruelle Zyklus sollte nicht einschränkend sein, auf keiner Ebene. Nicht als default Werkseinstellung sozusagen. Als Gesundheitsindikator Nummer 1 sollte der Zyklus nur dann wirklich auffallend sein, wenn etwas aus der Balance geraten ist (mehr dazu liest Du im Blogartikel der letzten Woche).


Leider ist es so, dass für viele menstruierende Menschen und Menschen mit Gebärmutter die Realität eine andere ist. Und die Möglichkeiten für einen zyklusgerechten Alltag, beispielsweise einen Rückzugsraum einzurichten, gerade während Zyklusphasen, in denen es dringend nötig wäre, sind durch knackige Arbeitszeiten und familiäre Verpflichtungen oftmals rar. Kein Wunder, dass viele mit Hormonimbalance und teilweise krassen Herausforderungen zu kämpfen haben.


Das ist nicht unsere Schuld. Unser zyklisches Sein mit sich wandelnden Kapazitäten, Belastbarkeit, Bedürfnissen und Sensibilitäten wird in einen linearen, 24-Stunden-Rhythmus gepresst, der uns überhaupt nicht entspricht. Dieser Rhythmus folgt der Sonne und ist für Testosteron gesteuerte Menschen (ohne das abwertend zu meinen!) ideal. Der menstruelle Zyklus aber folgt dem Mond, hat mehr und größere Schwankungen und dauert sehr viel länger. Wir folgen natürlich auch dem Tag-und-Nachtrhythmus, aber nicht hormonell.


Niemand hat uns beigebracht, früher auf uns selbst zu hören, auf allen Ebenen: Körper, Geist, Emotionen, Seele. Nicht erst dann, wenn die K**** schon am dampfen ist. Bei mir hat das früher Scham und Frustration ausgelöst. Wenn es mal wirklich nicht mehr ging und ich mit schlechtem Gewissen ein Treffen abgesagt hatte, fühlte ich mich nicht besser und ausgeruht, sondern oft noch müder, mit noch mehr Bedürfnis nach Ruhe. Weil ich eben erst im letzten Moment, schon auf dem Zahnfleisch gehend, auf die Signale gehört hatte. Und das nicht mal mit einem guten Gefühl...


Sich selbst ernst zu nehmen braucht Zeit und einen sicheren Raum.


Deshalb geht es bei Gelebter Zyklusachtsamkeit für den Alltag eher darum, jede menstruierende Person da abzuholen, wo sie gerade ist; mit allen Herausforderungen und struggles, mit und ohne Krämpfen, mit und ohne PMS. Durch simple und dennoch effektive Tipps, Kniffe, Methoden und kleinen Veränderungen im täglichen Verhalten.


Denn der menstruelle Zyklus sollte wirklich nicht einschränkend sein! Er ist unser Kompass, der uns durch unser zyklisches Leben navigiert, der immer wieder auf uns selbst zeigt, wenn wir vom Weg "abkommen", um bei der Metapher zu bleiben. Dann kommt es zu Einschränkungen, zu Irritationen usw. Und dann weißt Du Bescheid, kannst spüren, wo Du mehr Ruhe oder mehr Bewegung, mehr von diesen Nahrungsmitteln, mehr von diesen Gerüchen, weniger von diesen sozialen Kontakten brauchst. Mit Gelebter Zyklusachtsamkeit nicht erst dann, wenn es dringend nötig ist.


Möchtest Du tief in Dich hinein spüren und Deinen Zyklus als Kompass kennenlernen? Dann schau mal HIERund buche jetzt Dein Kennenlerngespräch mit mir für ein Zyklus Mentoring!


Lies mehr dazu, Wie regelmäßige, zyklusgerechte Yogapraxis Dein Leben verändert

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