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Gesunde Grenzen sind zyklische Grenzen

Wenn wir mit Zyklusachtsamkeit Grenzen setzen, können wir uns sicher sein, dass es auch gesunde Grenzen sind.


Der menstruelle Zyklus konfrontiert uns eigentlich immer mit Wandel: Der Körper wandelt sich und damit einhergehend auch die Richtung von Gedanken und Emotionen. Wir brauchen mal mehr mal weniger Bewegung und Ruhe, mal mehr mal weniger Nahrung, um uns nachhaltig gut zu versorgen.


Womit wir also beständig rechnen können ist... Veränderung.


Dazu gibt es ja ein sehr bekanntes Zitat von Heraklit: "Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung." Für Menschen mit menstruellem Zyklus und Gebärmutter ist das in vielerlei Hinsicht Realität. Wenn mensch sich das mal überlegt, durch was für eine Dynamik wir jeden Monat gehen: Hormone von Tiefstand auf Höchststand, Heranreifung mehrerer Eizellen, die alle das Potential für neues Leben in sich tragen, Aufbau eines für diese Eizellen abgestimmten Lebensraums in einem Organ, das als einziges die komplette Innenwandung aufbaut und ausscheidet; und dann genau das, der kleine innere Tod, in dem der Neubeginn schon wartet.


Das bedeutet, dass wir diesen Wandel, diese Veränderungen einkalkulieren müssen. "Müssen" im Sinne von: Wenn wir unsere Grenzen und Bedürfnisse ignorieren, wird es irgendwann für uns getan werden; von unserem Körper in Form von Schmerzen und anderer Beeinträchtigungen, von unseren Emotionen und Gedanken in Form von psychischen Herausforderungen. Dann müssen wir Grenzen setzen.

Der Zyklus und Zyklusachtsamkeit können uns helfen, gesunde Grenzen zu ziehen. Manche gelten immer, manche sind zyklusphasen-spezifisch. Diese Grenzen sind als zyklische Grenzen direkt gesunde Grenzen, denn sie sorgen nachhaltig für unser Wohlbefinden, auch in der oben erwähnten Wandelbarkeit.


Schau dafür auf Deinen Kapazitäten, Bedürfnissen und Sensibilitäten:


>> Was/wie viel schaffe ich gerade?

>> Was brauche ich gerade?

>> Was empfinde ich gerade?


Ohne Selbstabwertung (vor allem zum Thema "was schaffe ich gerade"), mit dem Fokus auf das eigene Wohlbefinden als zyklisches Wesen in einer linearen Welt. Denn das kann es so herausfordernd machen: Wir sind nicht erzogen worden, unserem Zyklus großartig Raum zu lassen. Bis heute ist er oft noch ein Tabuthema: Nicht sehen, nicht hören, nicht darüber sprechen (die drei Affen aus dem japanischen Sprichwort, inzwischen wahrscheinlich mehr als Emojis bekannt🙈🙉🙊. Was den Zyklus angeht könnte man ein "nicht riechen" hinzufügen. Thema parfümierte Binden...).


Zurück zu zyklischen Grenzen: Am leichtesten lässt sich herausfinden, welche die eigenen zyklischen Grenzen sind, indem wir die für uns persönlich herausforderndsten Zyklusphasen unter die Lupe nehmen. Dort verstecken sich meistens Themen und Grenzen, die wir gerne mal ignorieren und überschreiten bzw. überschreiten lassen. Das ist kein Vorwurf, wie gesagt, gesunde Grenzen ziehen ist leider kein Schulfach. Mit Hilfe von einem Zyklustagebuch können wir festhalten, was uns auffällt und entsprechend agieren und/oder reagieren.


Es lohnt sich. Denn so werden wir nicht irgendwann heftig mit Grenzen konfrontiert, sondern sorgen jetzt schon fürsorglich für uns selbst. Und das zahlt sich in Form von nachhaltiger Gesundheit und Wohlbefinden aus, egal in welcher Zyklus- und Lebensphase.



Möchtest Du tief in Dich hinein spüren und Deinen Zyklus als Kompass kennenlernen? Dann schau mal HIERund buche jetzt Dein Kennenlerngespräch mit mir für ein Zyklus Mentoring! Lies noch mal den ersten Beitrag zum Thema zyklische Grenzen und Grenzen setzen mit Zyklusachtsamkeit.

Mehr zu den Drei Affen: https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Affen

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