Search

Wie trackst Du Deinen Zyklus? - 3 Möglichkeiten

Oftmals drängen sich Zyklusachtsamkeit und die Frage nach Zyklus Tracking bei diesen beiden Szenarien in den Vordergrund: Kinderwunsch und (nicht-hormonelle) Verhütung. Aber warum solltest Du Deinen Zyklus tracken, wenn Du gerade keinen Kinderwunsch hegst oder sexuell nicht aktiv bist und auf Verhütung achten musst?


Es gibt viele gute Gründe, um Deinen Zyklus zu beobachten. Durch Zyklus Tracking lernst Du Deine individuelle Zykluslänge und die für Dich typischen Übergänge der Zyklusphasen kennen, wodurch Du Anomalien und untypische Veränderungen zeitig erfassen kannst, was wiederum ein schnelles Reagieren von GynäkologInnen unterstützt. Der menstruelle Zyklus ist der Gesundheitsindikator schlechthin.


Zudem gibt es weniger nervige Überraschungen, was beispielsweise die Blutung angeht, da Du die Anzeichen schon kennst und entsprechend Bescheid weißt. Das erleichtert die Alltagsplanung und kann so manchen Urlaub retten.


Wie trackst Du also Deinen Zyklus?


Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und vielleicht hast Du Dich mit einigen schon auseinandergesetzt. Hier stelle ich Dir drei vor, die körperliche Messmethode, die Zyklus-App und das Zyklus-Tagebuch.


Auf körperlicher Ebene ist mit dem Messen der Basaltemperatur der Zyklus ziemlich einfach nachzuverfolgen. Sie erhöht sich direkt nach dem Eisprung fortlaufend bist zur Blutungszeit. Das bedeutet aber auch, dass mit dem ersten Tag erhöhter Temperatur der Eisprung schon vorbei ist, also gerade bei Kinderwunsch eine nicht ganz zuverlässige Methode. Ansonsten kannst Du den Zervixschleim und den Muttermund auf Veränderung der Festigkeit und Position überprüfen: Der Schleim verändert die Konsistenz während des Zyklus, ist mal klebrig und dann wieder wie Eiweiß; die Gebärmutter ist ein wanderndes Organ, daher wechselt der Muttermund seine Position, sinkt vor der Blutungszeit herab und verschließt sich fest.

Wenn Du diese drei Komponenten zusammen zum Zyklus Tracking nutzt, eignen sie sich gut bei Kinderwunsch und nicht-hormoneller Verhütung, natürlich mit Vorsicht und Geduld! Es braucht Zeit, bis Du diese Anzeichen genau interpretieren kannst und auch dann reagiert Dein Körper auf äußerliche Einflüsse wie Stress, Krankheit, Diät und Umfeld.


Zyklus-Apps sind im Trend, es gibt inzwischen sehr viele zur Auswahl. Kürzlich waren sie (zu Recht) in der Kritik, da einige Hersteller Daten der NutzerInnen widerrechtlich gespeichert und zu Werbezwecken genutzt haben. Zyklus-Apps berechnen Deinen Zyklus anhand Daten, die Du eingibst. Was sie aber nicht miteinbeziehen können sind Einflüsse, die schon oben beschrieben wurden, wie Stress. Dadurch kann sich der Zyklus verlängern oder verkürzen, das heißt, der Eisprung kommt früher oder später als sonst. Man kann den Eisprung auch nicht verlässlich im Vorhinein berechnen, sondern nur im Nachhinein nachvollziehen, da sich die Länge der Lutealphase sehr selten verändert (zwischen 10 und 14 Tagen; dazu hat Usha aka Wombenwellness einige sehr interessante Posts gemacht!). Wenn Deine App also sagt, dass Du morgen Deinen Eisprung hast, kann es sein, dass er schon war oder erst übermorgen kommt. Das ist gerade bei nicht-hormoneller Verhütung schwierig. Trotzdem sind sie für einen Überblick über Deinen Zyklus durchaus von Nutzen!


Ein Zyklustagebuch kann Dir große Dienste leisten, wenn Du nicht nur Kinderwunsch und/oder Verhütung im Blick haben möchtest, denn es bezieht noch andere Ebenen als die körperliche ein. Jeden Tag hältst Du Dinge fest, die Dir aufgefallen sind; das können die körperlichen Merkmale wie Temperatur sein, zusätzlich Emotionen, Gedanken und andere Anzeichen. Mit der Zeit wird das einfacher und Du merkst Dir schon über den Tag hindurch "Auffälligkeiten". Dadurch bekommst Du einen ganzheitlichen Überblick über Deinen Zyklus, was Dich nach und nach in ein tiefgehendes Wissen über Dich selbst führt, das alle Ebenen Deines Seins mit einbezieht (dazu mehr nächste Woche!).


Wie auch immer Du Deinen Zyklus beobachten möchtest, es lohnt sich auf jeden Fall! Nicht nur ist der menstruelle Zyklus der Gesundheitsindikator schlechthin, er ist auch wie ein Kompass was Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfürsorge angehen: Manche Anteile ploppen in der Blutungszeit hoch, während andere ihre Blütezeit während des Eisprungs haben. Zum einen kannst Du Dich selbst in Entwicklungsprozessen gezielt unterstützen und zum anderen weißt Du genau, was Du in welcher Zyklusphase schaffst und brauchst.


Ist das nicht wertvoll?


Möchtest Du tief in Dich hinein spüren und Deinen Zyklus als Kompass kennenlernen? Dann schau mal HIERund buche jetzt Dein Kennenlerngespräch mit mir für ein Zyklus Coaching!


Lies mehr zum Zyklus Tracking, das ganz nebenbei beim Zyklus Yoga passiert in Wie regelmäßige, zyklusgerechte Yogapraxis Dein Leben verändert

21 views0 comments

Recent Posts

See All

Oh, die Lutealphase... Für manche die herausforderndste Zeit in ihrem Zyklus. Da hilft es nicht, dass es die längste Zyklusphase ist. Das Wort PMS ist inzwischen wohlbekannt und Teil vieler Diskussion

Hat es Dich vielleicht auch verwirrt, dass der Beginn des menstruelle Zyklus mit dem ersten Tag der Blutung gezählt wird…? Mich zu Beginn schon. Denn für mich fühlte sich die Zeit nach meiner Blutung